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Neue Verpackungsordnung

Neue Verpackungsordnung

Das Umweltbewusstsein ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Ein Thema, das die Menschen bewegt: Der Plastikmüll in unseren Weltmeeren. Die Lösung soll nun das neue Verpackungsgesetz bringen. Demnach wird ein bestimmter Anteil an recyclebaren Verpackungsfolien bzw. kompostierbaren Folien gesetzlich festgelegt.

Wie so schön vom Dualen System „ der grüne Punkt“ beschrieben, vom Gesetzgeber gefordert und von den Konsumenten gewünscht:

Seit dem 01.01.2019 ist das neue Verpackungsgesetz in Kraft getreten – mit deutlich steigenden Recyclingvorgaben. Ziel ist es, die werkstoffliche Verwertung von Kunststoffen deutlich zu steigern: von heute 38% im Jahr 2019 auf 58% und im Jahr 2020 auf 63%.

Förderung recyclefähiger Verpackungen

Laut § 21 Verpackungsgesetz sind die Systeme verpflichtet, Anreize zu schaffen, um die Verwendung von Materialien und Materialkombinationen zu fördern, die zu einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt werden können. Zudem soll auch die Verwendung von Verpackungsmaterialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe gefördert werden.

Die Stiftung „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ – auch kurz ZSVR – stellt aktuell  eine erste Orientierungshilfe für die Bemessung des recyclinggerechten Designs von Verpackungen vor. Vorgaben der Orientierungshilfe sind für die dualen Systeme ab dem 01.01.2019 als Mindeststandard verpflichtend.

Ziel: Bereits bei der Konzeption der Verpackung sollen die Umweltauswirkungen bedacht und im Preis spürbar werden.

Faktoren für die Bemessung der Recyclingfähigkeit:

Bei der Bemessung der Recyclingfähigkeit ist mindestens der für ein Recycling verfügbare Wertstoffgehalt zu berücksichtigen. Bei der Ermittlung des für ein Recycling verfügbaren Wertstoffgehaltes sind mindestens die drei nachfolgenden Anforderungen zu berücksichtigen:

  1. Das Vorhandensein von Sortier- und Verwertungsstrukturen für ein hochwertiges werkstoffliches Recycling für diese Verpackung,
  2. Die Sortierbarkeit der Verpackung sowie ggf. die Trennbarkeit ihrer Komponenten,
  3. Unverträglichkeiten von Verpackungskomponenten oder enthaltenen Stoffen, die nach der Verwertungspraxis einen Verwertungserfolg verhindern können.

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Quelle: Orientierungshilfe zur Bemessung der Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen.

Bio-Folien

Eine umweltfreundliche Verpackungsalternative bieten Folien auf Basis nachwachsender Rohstoffe, sogenannte Bio-Folien. Der Grundgedanke: Die Folien werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind kompostierbar. So soll sich am Ende der Kreislauf schließen.

Neben dem Thema Recycling soll durch die Einführung des neuen Verpackungsgesetzes auch der Einsatz von flexiblen Verpackungen gefördert werden, welche auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden können. Hier gibt es im Markt bereits sehr gute Ansätze, aktuelle Verpackungen, die im Moment mit Folien auf Rohöl-Basis hergestellt werden, zu ersetzen. Neben Stärke basierenden Folien wie PLA / Maisstärke kommen auch mehr und mehr Cellulose-Folien zum Einsatz.

Cellulose Folien – natürlich gut verpackt

Welche Vorteile haben Cellulose-Folien? Cellulose-Folien stellen keine Konkurrenz zu Lebensmitteln dar, da sie nicht aus Zuckerrohr, Kartoffelstärke oder Maisstärke hergestellt werden. Auch die Sorge vor Gen manipulierten Rohstoffen ist hierbei unbegründet.

Cellulose-Folien werden aus schnellwachsenden Baumarten wie z.B. Eukalyptus oder Pappeln hergestellt. Diese sind je nach Folie zu über 90%  aus nachwachsenden Rohstoffen und biologisch abbaubar, sprich kompostierbar. Das kann auch auf dem heimischen Kompost passieren.

Unsere Fachleute können Sie hier umfangreich beraten. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, um Ihr Produkt in Biofolien einzupacken: Beratungsangebot unverbindlich anfordern

Bio-Folien
Verpackungstrends

Verpackungstrends

Folie mit Mineralölbarriere, Folien mit Wasserdampfbarriere, Verpackungsfolie mit Aromaschutz, mikrowellengeeignet, sterilisierbar, pasteurisierbar, zum Wiederverschließen oder zum besonders leichten Öffnen – was können Folien?

Es gibt unzählige Voraussetzungen, die an eine Verpackungsfolie gestellt werden. Hier erfahren Sie mehr über die aktuellen Verpackungstrends. So kann auch Ihre Verpackungen in Sachen Optik, Produktsicherheit und Umweltschutz mithalten…

Mineralölbarriere Mosh / Moah

Produktsicherheit ist nach wie vor ein wichtiges Thema.  Wie kann ich mein Produkt vor migrierenden Stoffen schützen? Stoffe, die z.B. aus recycleten Kartonagen, wie Transportkartons oder Umkartons, migrieren können. Recycelte Kartonagen enthalten Druckfarben. Diese können durch die Folie in das Produkt migrieren, wenn keine ausreichende Schutzbarriere besteht.

Ein großes Problem sind hier die krebserregenden Stoffe Mosh & Moah. Diese Stoffe wurden in der Vergangenheit beispielsweise in Schokolade bestimmter Adventskalender, einigen Tees und Cerealien nachgewiesen.  Schützen Sie Ihr Produkt vor negativer Presse! Wurde Ihr Produkt einmal in der Öffentlichkeit platt getreten, lässt sich das Image nur sehr schwer wieder aufpolieren.

Hier gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, in eine flexible Verpackung – auch unter Berücksichtigung der neuen Verpackungsordnung – effektive Mineralölbarrieren einzubauen.

Acryl-Beschichtungen und EVOH-Schichten in Polypropylen-Folien bieten hier sehr gute Möglichkeiten, die unerwünschten Mosh / Moahs bis zu drei Jahre (Stand Januar 2019) von Ihrem Produkt fernzuhalten.

Auch Biofolien, wie die Cellulose basierenden Verpackungsfolien, haben von Haus aus eine sehr gute Mineralölbarriere und sind zudem Öl und Fett resistent.

Hier können wir aus einem Fundus von aktuellen Projekten und Möglichkeiten schöpfen, die auf dem neuesten Stand der technischen Möglichkeiten basieren.

Wasserdampf-, Gas- und Aroma-Barriere

Aufgrund der neuen Verpackungsverordnung, wird heute oftmals versucht, eine möglichst recyclefähige Verpackung zusammen zustellen.  Diese sollte möglichst aus Monomaterialien bestehen und keine Metallisierung oder Aluminium enthalten.

Aber was ist mit den Barriere-Eigenschaften der Verpackung, die das Produkt lange haltbar machen?  Wie können Sie die Qualität Ihres Produktes direkt nach dem Verpacken bis zum Ende der Haltbarkeit schützen?

Wasserdampf- und Gasbarriere (Aromobarriere) der Verpackungfolien spielen hier eine große Rolle.

Moderne Polypropylen und Mehrschichtfolien können hier Metallisierungen oder Aluminiumfolien ersetzen. Diese Folien werden nach dem neuen Verpackungsgesetz positiv im Bezug auf Ihre Recycling- Eigenschaften bewertet.

Profitieren Sie von kurzen Wegen und unseren direkten Kontakten mit den Herstellern. In diversen Projekten konnten wir auf diesem Gebiet bereits durch zahlreiche Tests gute Erfahrungen sammeln. Wir zeigen Ihnen auf, wie mögliche Alternativen zusammengestellt werden können: Folienberatung anfordern

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